Kunst ist nicht das Privileg weniger.

Kunst ist sich ständig different replizierend.

 

Seit frühester Jugend faszinierte mich das Thema Dinge in Ihrer Funktion zu erkunden und wieder gangbar zu machen.  Als Meisterschüler meines Vaters konnte ich viele Techniken erlernen und weiter entwickeln. Mit der Zeit entdeckte ich beim Betrachten meiner Geräte viele Details, die für mich weit mehr darstellten als den Gebrauchsgegenstand dessen Rolle sie nach Fertigung einnahmen. Die so entstandenen Bilder in meinem Kopf wollte ich gerne mit anderen teilen. Nach ersten erfolglosen Versuchen die Bilder auf Leinwand zu bannen entschied ich mich dafür die eigentlichen Gegenstände ins rechte Licht zu rücken. Sie wurden von mir illuminiert.  Im Laufe der Zeit wurden so aus ausgemusterten Alltagsgegenständen zahlreiche Lichtobjekte die durch Ihre Ausstrahlung ein neues Kapitel Ihres Daseins aufschlugen.

Dabei erweiterte sich mein Stand und Blickpunkt auf die Gegenstände um mich herum. Oft war es die bloße räumliche Veränderung die Gegenständen eine vollkommen neue Ausstrahlung verliehen.

Im Kontext mit der neuen Umgebung entstanden so Kunstobjekte die ohne Identitätsverlust dem Betrachter intensive Interpretationsmöglichkeiten bieten.  

Hier angekommen war es nur noch ein kurzer Entwicklungsschritt  verschiedene Gegenstände miteinander zu verbinden. Dies eröffnete mir erstmals die Möglichkeit etwas Neues zu erschaffen.

In der Neuerschaffung habe ich ganz andere Ausdrucksmöglichkeiten. Das Spannende dabei ist zu Beginn erst einmal vor einem Sammelsurium von Gegenständen zu stehen. Aus dem Moment heraus etwas entstehen zulassen, oder die Im Kopf herumschwirrenden Bilder umzusetzen gelingt mir nur bei vollkommener Öffnung.

Für mich ist die Objektkunst das spannendste und es gefällt mir, mich damit auszudrücken und mich selbst zu erfahren.